Wasserbuchverordnung

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Die Wasserbuchverordnung ist neben dem Wasserrechtsgesetz 1959 die Rechtsgrundlage für das Wasserbuch.

In der Verordnung werden hauptsächlich drei Themenkreise behandelt:

  • Erklärung bezüglich des Inhalts des Wasserbuchs
  • Wasserbuchführung
  • Wasserbuchbescheid

Im Wasserbuch werden Übersichtsmappen, einzelne Gewässermappen und Wasserkartensammlungen verwahrt sowie Wassergenossenschaften, Wasserwerksgenossenschaften und Wasserverbände in einer Liste im Anhang angeführt.

Des Weiteren werden Informationen bezüglich des Wasserbenützungsrechts aufgelistet, wodurch eine umfassende Quelle mit Karten und der jeweiligen gebietsbezogenen rechtlichen Nutzung von Staatsseite angeboten wird. Verwahrt und geführt werden die Bücher hauptsächlich in den Bezirksverwaltungsbehörden unter der Aufsicht der Wasserrechtsbehörde oder des Landeshauptmannes. Das Wasserbuch ist – ähnlich wie das Grundbuch – ein öffentliches Buch, dass der Allgemeinheit zugänglich zu ist und in das jede Person Einsicht nehmen kann. Durch den Wasserbuchbescheid wird die Eintragung eines Wasserbenutzungsrechtes oder die Änderung bzw. die Löschung einer Eintragung verfügt. In Anlage D der Wasserbuchverordnung ist ein Vordruck des Wasserbuchsbescheids einzusehen.

Im Wasserbuch sind folgende Wasserrechte einzutragen:

  • besondere Wasserbenutzung an öffentlichen Gewässern und privaten Tagwässern
  • Benutzung des Grundwassers (mit Ausnahmen wie z.B. kleine Hausbrunnen)
  • Deponiebewilligungen nach AWG
  • erlaubte Einwirkungen auf die Beschaffenheit von Gewässern
  • Indirekteinleiter
  • Übersicht über Wassergenossenschaften und Wasserverbände sowie ihre Satzungen und die zur Vertretung berufenen Organe und (ab 1.1.2000) ihrer Mitglieder
  • Gewisse im Gesetz abschließend aufgezählte Verordnungen, wie z.B. Wasserschutz- und Schongebiete sowie die Grenzen des Hochwasserabflussgebietes

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RIS: Aktuelle Fassung der Wasserbuchverordnung